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Wie du deinen ersten Instagram-Filter erstellst

18. März 2021

AR-Filter in Instagram sind eine tolle Möglichkeit um Stories, Reels und Live-Videos zu gestalten. Wenn du dir einen eigenen Instagram-Filter erstellst, kannst du damit sogar dein Branding einbauen. Dabei muss es sich nicht um ein ausgefeiltes 3D-Programm handeln. Schon einfache 2D-Elemente helfen dir, einen einheitlichen Auftritt zu gestalten. Vor allem für Live-Videos sind AR-Filter die einzige Möglichkeit, um grafische Elemente einzubauen. Und ich persönlich fühle mich einfach wohler, wenn ich bei meinem Live-Video von einem professionellen Design unterstützt werde.

Was benötigst du dafür?

Um deinen eigenen Instagram-Filter zu erstellen, benötigst du das Programm Spark AR Studio. Damit kannst du Effekte für Instagram und Facebook erstellen, testen und veröffentlichen. Das Programm ist für Windows und Mac verfügbar. Sieh dir die Mindestanforderungen an, denn mit älteren Geräten oder Grafikkarten funktioniert es oft nicht so gut.

Mit Spark AR Studio kannst du deinen eigenen Instagram Filter erstellen
Startbildschirm von Spark AR Studio

Das Programm funktioniert ähnlich wie andere 3D-Programme. Du kannst Objekte in der Szene platzieren, sodass sie im Blickfeld der Kamera sichtbar sind. Diese Objekte werden immer über dem aktuellen Kamerabild deines Handys dargestellt. Weil hier die reale Umgebung mit virtuellen Objekten verbunden wird, heißen diese Filter oft auch Augmented-Reality Filter.

Mit SparkAR erstellst du eigene Instagram-Filter. Das User Interface besteht aus Vorschau, 3D-Ansicht, Scene, Properties und Assets.
Mit User Interface von Spark AR

Das User Interface von Spark AR hat folgende Bereiche:

  1. Vorschau: So wird der Filter auf dem Handy aussehen. Das Vorschauvideo kannst du links mit dem Video-Button anpassen.
  2. 3D-Ansicht: Hier wird die Handykamera visualisiert und alle Objekte werden in 3D angezeigt. Du kannst die Ansicht unter Mode auf 2D umschalten.
  3. Scene: Hier werden alle Objekte, die sich in der Szene befinden, hierarchisch angeordnet. Wenn man die Position eines Objekts in der 3D-Ansicht verändert, bewegen sich automatisch alle untergeordneten Objekte mit.
  4. Properties: das sind alle Eigenschaften des Objekts, welches gerade in der Scene-View ausgewählt ist
  5. Assets: Hier sind alle Objekte wie z.B. Bilder, die in dem Projekt verwendet werden können.

Erste Schritte mit Templates

Die Templates von Spark AR sind ein guter Start um sich mit dem Programm vertraut zu machen. Die Anwendungen sind schon fertig und können einfach mit eigenen Bildern oder Daten angepasst werden. Spark AR zeigt dir bei den Templates Schritt-für-Schritt-Anleitungen an, wie du den jeweiligen Filter anpassen kannst.

Da ich für den Anfang 2D-Elemente empfehle, sind diese beiden Templates gut geeignet:

  • Background: Bei diesem Filter werden Personen vom Hintergrund ausgeschnitten. Als Hintergrund kannst du ein beliebiges Bild anzeigen.
  • Color Filter: Hier kannst du einfache Bildanpassungen wie z.B. Helligkeit und Kontrast vornehmen.
Teste die Templates von Spark AR aus, bevor du deinen eigenen Filter erstellst. Im Beispiel Background kannst du das Hintergrundbild austauschen.
Wenn du einen Instagram-Filter mit einem Template erstellst, kannst du einfach den Schritt-für-Schritt-Anleitungen folgen.

Wichtig ist immer, einen Filter auf dem Handy zu testen. Links unten gibt es den Button „Test on device“. Dabei gibt es die Möglichkeit, den Filter an die Facebook App oder die Instagram App zu senden. Falls Instagram nicht angezeigt wird, musst du deinen Instagram-Account mit deinem Facebook-Profil oder einer Facebook-Seite verknüpfen. Nachdem du deinen Filter an eine der Apps gesendet hast, erscheint wenige Sekunden danach eine Nachricht in der jeweiligen App. Du kannst den Filter testen, aber nicht in einem Beitrag veröffentlichen.

Gestalte deinen ersten Instagram-Filter mit 2D-Elementen

Spark AR ist eine 3D-Engine und kann für ausgefeilte, interaktive Spiele verwendet werden. Aber das hält dich nicht davon ab, damit etwas in 2D zu gestalten. Für den Anfang ist das einfacher umzusetzen. Außerdem hast du wahrscheinlich schon passende 2D-Grafiken, Animationen oder auch Farben für dein Branding. Um die Ansicht zu vereinfachen, stelle den Modus auf „Edit 2D Objects“ um.

Für 2D-Elemente benötigst du zunächst immer ein Canvas. Klicke dazu mit der rechten Maustaste auf Focal Distance und füge ein Canvas hinzu. Dem neuen Canvas fügst du anschließend ein Rectangle hinzu. Du kannst das Rechteck in der Hauptansicht beliebig verschieben, rotieren und skalieren.

Nun kannst du noch das Bild für das Rechteck festlegen. Erstelle dazu rechts in den Properties mit dem Plus-Zeichen ein neues Material. Markiere das neu erstellte Material unter Assets und ändere zunächst den Shader Type ganz oben auf Flat. Klicke danach neben Texture auf „Choose File …“ und wähle ein Bild für deinen Filter. Achte darauf, dass das Seitenverhältnis des Bildes mit deinem Rechteck übereinstimmt.

Du kannst mehrere Rechtecke zu deiner Szene hinzufügen und verschiedene Bilder zuweisen. Willst du ein Bild über den gesamten Bildschirm anordnen, wähle beim Rechteck unter Width und Height jeweils Relative und 100% aus. Beachte allerdings, dass in diesem Fall das Bild je nach Handy-Display leicht verzerrt sein kann.

Wie landet dein Filter auf Instagram?

Wenn du mit deinem Filter zufrieden bist, willst du ihn natürlich direkt in Instagram verwenden. Dazu gibt es links unten den Button „Upload and Export“. In dem Menü drückst du nochmals auf Upload. Danach öffnet sich automatisch der Spark AR Hub in deinem Browser.

Hier musst du einen Namen und Kategorie für deinen Filter angeben. Du kannst auswählen, auf welcher Plattform (Instagram oder Facebook) du den Filter veröffentlichst. Für das Demo-Video testest du den Filter auf deinem Handy und nimmst ein kurzes Video davon auf. Wenn du alle Angaben gemacht hast, kannst du rechts oben auf Einreichen klicken.

Instagram-Filter im Spark AR Hub veröffentlichen
Zum Schluss kannst du deinen ersten Instagram-Filter auf dem Spark AR Hub veröffentlichen, indem du rechts oben auf Einreichen klickst.

Nun überprüft Facebook den Filter. Das kann theoretisch bis zu 5 Tage dauern. Bei so einfachen Filtern dauert es meistens nur 1-2 Stunden. Sobald der Filter freigegeben wurde, kannst du ihn für Stories, Reels und Live-Videos verwenden. Du findest deinen Filter direkt beim Erstellen deines Inhalts oder im Filter-Tab deines Instagram-Profils.

Zu kompliziert?

Ich weiß, am Anfang kann Spark AR echt kompliziert sein. Dass du zum Beispiel immer ein eigenes Material erstellen musst, um einfach nur ein Bild darzustellen, ist etwas umständlich. Bleib trotzdem dran, denn du wirst dich daran gewöhnen und kannst dann coole Filter herzeigen.

Für den Start mache ich es dir aber gerne einfacher. Melde dich zu meinem Newsletter an und du bekommst von mir ein Template, mit dem du ganz einfach deinen ersten Instagram-Filter erstellen kannst. Darin findest du ein Bild über den ganzen Bildschirm, welches du für einen Rahmen verwenden kannst. Zusätzlich sind noch zwei quadratische Bilder dabei, mit denen du Grafiken einbinden kannst. Die Bilder kannst du unter Assets einfach mit rechter Maustaste und Replace ersetzen. Elemente, die du nicht benötigst, kannst du einfach unter Scene löschen.

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