Rückblick: Instagram-Filter-Kurs

Letzte Woche fand schon der Abschluss meines Online-Kurses über Instagram-Filter statt. Es ist also höchste Zeit für einen kleinen Rückblick. Sowohl für meine TeilnehmerInnen als auch für mich gab es viel zu lernen. Ganz besonders für mich, denn dieser Durchgang war die kostenlose Beta-Version des Kurses.

Wozu eine Beta-Version?

Eigene Instagram-Filter zu erstellen ist für mich eine sehr einfache Aufgabe. Seit fast 20 Jahren beschäftige ich mich mit Grafikprogrammen, Software-Entwicklung, 3D-Programmen und Augmented Reality. Für mich sind die Elemente in Spark AR (das Programm zum Erstellen der Filter) selbsterklärend, denn ich kenne diesen Aufbau von vielen anderen 3D-Programmen.

Allerdings war ich durchaus überrascht, wie einfach einige Konzepte umzusetzen sind. Ein Objekt anhand der Kopfbewegungen zu positionieren erfordert beispielsweise nicht mehr als 2-3 Klicks. Deshalb hatte ich auch die Idee, einen Online-Kurs über Instagram-Filter anzubieten. Den Kurs habe ich speziell für Solo-Selbständige entworfen, damit sie ihr Branding einfacher in Stories, Reels und Live-Videos einbauen können.

Allerdings war es schwierig vorherzusehen, wie gut die TeilnehmerInnen mit der Technik  zurecht kommen. Denn es gibt doch einige Punkte, die ein 3D-Programm von einem 2D-Grafikprogramm unterscheiden. Daher gab es diesen kostenlosen ersten Durchgang, von dem ich hier berichte.

Kursablauf und Module

Der Kurs dauerte insgesamt vier Wochen und beinhaltete 4 Module. Jeden Montag gab es neue Inhalte in Form von Videos und am Donnerstag gab es ein Live-Meeting für Fragen meiner TeilnehmerInnen. Zusätzlich gab es eine Facebook-Gruppe für alle TeilnehmerInnen für weitere Fragen und den gegenseitigen Austausch.

Die Aufgaben der ersten Woche standen ganz im Zeichen von Installation und Kennenlernen von Spark AR. So heißt das Programm von Facebook zum Erstellen von Instagram-Filtern. Neben der Installation war auch die Verknüpfung mit Facebook und Instagram wichtig, um die Filter am Smartphone testen zu können.

In der zweiten Woche zeigte ich den KursteilnehmerInnen, wie sie Bilder und Animationen als 2D-Elemente einbauen können. Außerdem gab es Anleitungen für Farbfilter mithilfe von Color-Lookup-Tables. Ein wichtiger Punkt war auch die Veröffentlichung der Filter über das Spark AR Hub, sodass die TeilnehmerInnen ihre Filter auf Instagram verwenden konnten.

Modul 2: Bilder und Farben
Woche 2 im Instagram-Filter-Kurs: Glitzer und Confetti mit Partikelsystemen
Modul 3: Partikel

In der dritten Woche stellte ich den TeilnehmerInnen Partikelsysteme vor. Das sind viele kleine Elemente, die gleich aussehen und sich nach bestimmten Vorgaben bewegen. In meinem Beispielprojekt gab es dazu Glitzer und Confetti. Zusätzlich gab es den Retouching-Effekt, mit dem Gesichter etwas geglättet werden, sowie Interaktionen wie z.B. Augenzwinkern oder Screen Taps.

In der vierten Woche gab es schließlich ein größeres Projekt – einen sogenannten “Welcher ?? bist du”-Filter, der eine Frage und eine zufällig ausgewählte Antwort anzeigt. Als Abschluss zeigte ich noch einige Möglichkeiten von Spark AR, die über den Kurs hinausgehen.

Woche 3 im Instagram-Filter-Kurs: Zufallsantwort oder "Welcher ??? bist du"-Filter
Modul 4: Zufallsantwort

Was ich gelernt habe

Eine Beta-Version anzubieten ist auf jeden Fall eine gute Idee für den ersten Durchgang eines Kurses. Ich habe dabei sehr viel gelernt, vor allem über das richtige Ausmaß und die Präsentation der Kursinhalte pro Woche. In meinem Fall kam noch dazu, dass es mein allererster Online-Kurs war und ich daher sehr viel über die Interaktion mit den TeilnehmerInnen gelernt habe. Durch den Betakurs bin ich nun bestens vorbereitet für den zweiten Durchgang.

Der Nachteil des kostenlosen Angebots ist natürlich, dass viele TeilnehmerInnen vorzeitig aufhören bzw. gar nicht zum Kurs erscheinen. Für einige waren die technischen Probleme der Grund. Kostenlose Kurse verleiten allerdings auch viele Personen, sich einfach mal anzumelden obwohl gerade kein Bedarf am Inhalt besteht. In Zukunft werde ich wahrscheinlich auch für Beta-Kurse einen kleinen Betrag verlangen, so wie das Claudia Kauscheder hier vorschlägt. Dadurch werden sich zwar weniger Personen anmelden, diese sind dann aber wirklich an meinem Angebot interessiert.

Was sich auf jeden Fall bewährt hat, war die dynamische Gestaltung der Inhalte. Ich hatte natürlich schon einen Plan, was ich in diesen vier Wochen anbieten werde. Allerdings erhielt ich durch das Feedback der KursteilnehmerInnen wichtige Informationen über ihre Wünsche und Probleme.

Beispielsweise hatte ich den Retouching-Effekt ursprünglich nicht eingeplant. Der Effekt ist aber recht einfach umzusetzen und daher war es kein Problem, diesem Wunsch zu folgen. Andererseits merkte ich, dass der Patch Editor viele TeilnehmerInnen Schwierigkeiten machte. Daher stellte ich ab der Hälfte des Kurses auch Projektvorlagen zur Verfügung. Für den Effekt in der letzten Woche war daher nur die Anpassung der Bilder notwendig. Mein ursprünglicher Plan wäre gewesen, den kompletten Aufbau im Patch Editor zu erklären. 

Ergebnisse

Von den TeilnehmerInnen war nur eine kleine Gruppe sehr aktiv. Diese erstellten aber sehr schöne Filter und zeigten mir, dass die Kursidee gut umzusetzen ist. In Zukunft werde ich noch mehr auf die einfache Umsetzung achten, wie ich es beispielsweise schon mit den Projektvorlagen gemacht habe. Außerdem werde ich alle technischen Probleme meiner potentiellen TeilnehmerInnen möglichst schon vor dem Kursstart aus dem Weg räumen.

Die beste Motivation für eine nächste Runde ist das Feedback, das ich von den TeilnehmerInnen erhalten habe:

In dem Onlinekurs zu Instagramfiltern mit Spark AR Studio von Irene habe ich in kurzer Zeit sehr viel interessanten Input bekommen. Kompetent hat Irene in die verschiedenen Möglichkeiten eingeführt, mit dem Programm Filter zu erzeugen und zu veröffentlichen, das hat großen Spass gemacht.
Der Austausch in der Facebookgruppe war wunderbar und Irene hat Fragen immer sofort konstruktiv beantwortet. Ich bin sehr froh, an dem Kurs teilgenommen zu haben und würde sofort auch einen weiteren Kurs buchen.

Kursteilnehmerin Roswitha

Mit Hilfe von Irenes Videos konnte ich 1:1 die Umsetzung für meine Filter schaffen. Das hätte ich mir sonst nie zugetraut und es hat großen Spaß gemacht. Der kleine Nerd in mir hat sich sehr gefreut, so etwas komplexes selbst hinzubekommen

Kursteilnehmerin Giulia

Irenes Kurs macht richtig Spaß! Sehr schnell hat man den ersten eigenen Filter erstellt. Es wird auch mal schwieriger, aber Irene findet für alles eine Lösung. Sie lässt dich kreativ werden und unterstützt dich auch bei der Umsetzung von Ideen, die nicht direkt im Kurs vorgesehen sind. Ich benutze nur noch meine eigenen Filter!

Kursteilnehmerin Katharina

Diese Nachrichten bestärken mich darin, den Kurs in Zukunft weiter anzubieten. Falls du Interesse daran hast, kannst du dich schon jetzt unverbindlich in die Warteliste eintragen. Dann informiere ich dich als Erstes, sobald der nächste Kurs beginnt.

Falls du lieber gleich selber loslegst: In diesem Artikel findest du eine Anleitung sowie eine Projektvorlage für deinen ersten eigenen Instagram-Filter.

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