Mit diesen 8 Tipps wird jede Mixed Reality App ein Flop

Willst du, dass deine Mixed Reality App zu einem richtigen Flop wird? Egal, ob Augmented Reality oder Virtual Reality: Mit den folgenden Tipps gelingt dir das bestimmt.

Übersicht

Tipp 1: Mache nichts

Wer braucht schon sowas wie eine App-Logik? Nimm einfach ein 3D-Modell und zeige es in einer Augmented Reality App.

Alle Menschen werden begeistert sein. Ist doch eine neue Technologie. Das ist doch cool.

Vor allem für Kinder reicht das vollkommen. Sonst gäbe es ja nicht die ganzen Gratis-Apps zu Fast-Food und Spielsachen. Bei denen einfach nichts passiert.

Tipp 2: Löse alle Aufgaben der Welt in einer Mixed-Reality App

Natürlich kannst du auch den umgekehrten Weg gehen. Überfrachte deine Anwendung mit zahlreichen Features. Je mehr, desto besser.

Kombiniere unbedingt auch verschiedenste Technologien: z.B. mehrere Tracking-Arten in Augmented Reality oder unterschiedliche Locomotion-Arten in Virtual Reality.

Im besten Fall weiß dann niemand mehr, um was es eigentlich geht.

Tipp 3: Behaupte, dass es wie echt ist

Erzähle überall herum, dass deine Virtual Reality App wie echt ist. Überhaupt kein Unterschied zur Realität. Es ist atemberaubend.

Beispiele?

  • Menschen brauchen nicht mehr zu reisen. Denn die Virtual Reality Ansicht ist genau so, wie tatsächlich vor Ort zu sein.
  • Sie wollen sich auch nicht mehr in Real-Live treffen. Nur noch in VR. Alle lieben es.

Egal wie gut deine App ist: Die Menschen werden definitiv enttäuscht sein. Magic Leap hat das mit einem der größten Mixed Reality Flops vorgemacht.

Tipp 4: Mach keine Anleitung

Geh davon aus, dass alle Benutzer:innen schon viel Erfahrung mit Mixed Reality haben.

Erkläre ihnen nicht, dass sie zunächst das Smartphone bewegen müssen um die Umgebung zu rekonstruieren. Und dann tippen, um die 3D-Modelle anzuzeigen.

Noch einfacher ist es, wenn deine App mit Image Targets funktioniert: Pack das Bild einfach irgendwo auf deine Website. Da müssen sich die Benutzer:innen schon etwas anstrengen, um das Bild zu finden. Denn ohne funktioniert die App ja nicht.

Verzichte auch bei Virtual Reality auf eine Einführung der Controller oder Handgesten. Dann wissen die Benutzer:innen nicht was zu tun ist und geben frustriert auf.

Unzufriedene Frau sieht aufs Handy, verursacht durch schlechte Augmented Reality Anleitung.
Ohne Anleitung sind Mixed Reality Apps oft schwer zu verstehen.

Tipp 5: Mach alles anders

Warum solltest du dich an der Konkurrenz orientieren? Am besten ist, du machst alles anders.

Besonders beim User-Input hast du dazu hervorragende Möglichkeiten.

Belege die Tasten der Virtual Reality Controller grundsätzlich anders. Damit hebst du dich von den anderen ab. Und deine User drücken ständig die falsche Taste.

Tipp 6: Verwende nur 3D-Ansichten

Mixed Reality ist eine tolle Technologie.

Beschränke dich also nicht auf 3D-Daten in Virtual und Augmented Reality. Sondern mache ALLES in 3D.

Zum Beispiel Videos: Platziere sie in Augmented Reality. Die Benutzer:innen müssen dann halt permanent das Handy hochhalten. Und sehen das Video perspektivisch verzerrt.

Noch nicht gesehen, aber Excel-Tabellen wären auch eine gute Idee.

Tipp 7: Halte dich nicht mit Performance auf

Verwende detaillierte 3D-Modelle und Bilder mit riesiger Auflösung. Damit es richtig schön aussieht.

Es ruckelt halt ein bisschen. Und das Handy wird ganz heiß.

Am besten, du testest selber nur auf einem neuen Top-Smartphone. Dann musst du dich nicht damit herumschlagen. Und verschwendest keine Zeit damit, die Performance zu verbessern.

Noch besser ist es natürlich bei Virtual Reality. Denn ruckelige Bilder führen häufig zu Motion Sickness.

Tipp 8: Vertraue darauf, dass es überall wie bei dir aussieht

Zum Schluss noch ein spezieller Tipp für Augmented Reality.

Teste die App nicht außerhalb deines Büros. Dann hast du immer die gleichen Ergebnisse für die reale Umgebung – die gleichen Wände, Böden, Tische etc.

Der Vorteil: du musst dich nicht mit ungewöhnlichen Konstellationen herumschlagen (hm, Wände stehen nicht immer im 90°-Winkel zueinander?). Und bist viel schneller mit dem Testen fertig.

Die App funktioniert dann evt. nur für Menschen gut, die eine ähnliche Einrichtung wie du haben.

Wie geht’s besser?

Du willst es besser machen und eine erfolgreiche Mixed Reality Anwendung kreieren?

Dann mache einfach das Gegenteil meiner Anti-Tipps.

  1. Überlege dir ein gutes Konzept. Was wollen die Benutzer:innen mit der Anwendung erreichen?
  2. Konzentriere dich auf die wichtigste Aufgabe.
  3. Sei realistisch mit deinen Versprechen.
  4. Integriere eine Anleitung direkt in der App.
  5. Halte dich beim User Input an gängige Methoden.
  6. Verwende das richtige Format. Nicht immer ist Mixed Reality besser als eine 2D-Anwendung.
  7. Achte auf eine gute Performance. Und gib an, auf welchen Geräten deine Anwendung nicht gut funktioniert.
  8. Teste die App möglichst gut und vor allem bei Augmented Reality in unterschiedlichen Umgebungen.

Und natürlich gelten allgemeine Software-Standards auch für Mixed Reality. Niemand mag Abstürze, lange Wartezeiten oder ein unübersichtliches User Interface.

Hoffentlich habe ich dich mit dieser Liste nicht abgeschreckt. Wenn du Unterstützung für ein Projekt suchst, freue ich mich über eine Nachricht.

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