Warum ich AR-Filter liebe: Meine 5 Gründe für Social Media Effekte

AR-Filter sind kleine Zusatzprogramme in Social Media Plattformen, um Video- und Fotoaufnahmen mit virtuellen Objekten zu ergänzen. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten: Zusätzliche Bilder, 3D-Modelle, Hintergrund-Bilder, Masken und Make-Up für Gesichter, Gesichter retuschieren, Farbfilter, etc. In diesem Artikel beschreibe ich, wie ich überhaupt zu den Filtern gekommen bin und warum ich die Arbeit damit so gerne mag.

Vielseitige AR-Möglichkeiten

Ich bin von der Technikseite auf die AR-Filter gekommen. Ich habe viele Jahre als Software-Entwicklerin für ein großes Augmented Reality Framework gearbeitet. In meinem eigenen Unternehmen habe ich mich dann vermehrt mit anderen Angeboten und Lösungen beschäftigt. Obwohl ich die Social Media Filter anfangs nicht unbedingt im Fokus hatte, bin ich nicht um sie herumgekommen.

Mein Arbeitsplatz mit Spark AR erstellen
Spark AR ist das Entwicklungsprogramm für Instagram- und Facebook-Filter.

Bevor ich mich mehr damit beschäftigt habe, hat mich die Fokussierung auf die Face Filter etwas abgeschreckt. Ich hatte eher die klassischen Augmented Reality Applikationen im Fokus. Dabei werden virtuelle Objekte üblicherweise mit Ebenen oder Bildern verknüpft.

Social Media Filter haben allerdings viel mehr zu bieten als nur Face Filter. Klar, diese stehen im Vordergrund und haben die häufigste Nutzung. Spark AR, das Programm für Instagram-Filter, bietet aber auch andere Tracking-Möglichkeiten: Ebenen wie z.B. Tischplatten, vordefinierte Bildern wie z.B. Visitenkarten, Gesichter und Hände. Bei Snapchat Filtern gibt es noch viel mehr Möglichkeiten. Diese verwenden sogar die neuen Tiefensensoren in manchen Geräten.

Für mich bedeutet das, Social Media Filter sind mehr als nur eine kleine Spielerei. Sie verwenden neue, ausgefeilte Technologien und sind daher auch aus einem technischen Blickwinkel sehr interessant. Nicht zuletzt bieten sie auch die Möglichkeit zu programmieren.

Schnelle Ergebnisse

Die Entwicklungsprogramme für Social Media Filter sind optimiert für die schnelle Erstellung von Effekten. Die Templates von Spark AR benötigen meistens nur ein paar einfache Klicks um einen Filter an die eigenen Vorstellungen anzupassen. Ich beginne meistens mit einem leeren Projekt. Auch hier gibt es viele Elemente, die ich wiederverwenden kann. Dazu gehört beispielsweise das User Interface, um zwischen verschiedenen Varianten zu wechseln.

AR-Filter wird am Smartphone ausprobiert.
Social Media Filter sind schnell erstellt, aber am Smartphone testen ist sehr wichtig.

Ja, es ist auch möglich, sehr aufwändige und komplizierte Effekte zu erstellen. Eine Instagram-Story dauert aber nur 15 Sekunden. Daher ist es einfach nicht zielführend, wenn ein Effekt längere Zeit in Anspruch nimmt. Live-Videos sind zwar länger und Benutzer*innen können den Effekt auch ohne tatsächliche Aufnahme verwenden. Aber trotzdem, Social Media ist kurzlebig und Filter dienen primär einer kurzen Aufmerksamkeit.

Aus diesem Grund sind Instagram Filter in der Regel recht schnell erstellt. Üblicherweise benötige ich irgendetwas zwischen einer Stunde für einfache Filter und einem Tag für aufwändige Filter. Das ist nichts im Vergleich zu großen Augmented Reality Anwendungen oder Virtual Reality Spielen. Versteh mich nicht falsch, ich finde es auch ganz toll an etwas Großem oder komplett Neuem zu arbeiten. Aber zwischendurch mal etwas Kleineres mit einem schnellen Ergebnis zu machen, macht auch gute Laune!

AR-Filter dürfen lustig sein

Gute Laune ist ein gutes Stichwort. Social Media Filter dürfen gute Laune verbreiten. Sie dürfen auch mal etwas Absurdes oder Witziges darstellen. AR-Filter sind optimal, um Emotionen zu visualisieren, Erfolge zu feiern oder Feiertage zu zelebrieren. Ich mag auch sehr gerne die kleinen Mini-Spiele. Zum Beispiel habe ich einen Posting-Selektor, um den nächsten Beitragstyp auszuwählen. Und das Motto des Tages zeigt zufällig einen guten Spruch oder Motivationssatz.

Verschiedene AR-Filter: Motto des Tages, Yesss-Jubelpost, Posting-Selektor
AR-Filter dürfen auch lustig oder absurd sein. Hier siehst du meine Beispiele: Das Motto des Tages, ein Jubel-Filter und der Posting-Selektor.

Neues Publikum

Mit AR-Filtern erreichte ich ein ganz neues Publikum. Das sind einerseits die Menschen, die meine Filter in den Stories, Reels und Lives sehen. Dabei geht es nicht nur um meine eigenen Beiträge. Auch andere Personen verwenden meine Filter für ihre Beiträge. So stellte ich vor Kurzem überrascht fest, dass mein Filter mit Platzhaltern für Texte offensichtlich sehr beliebt ist. Insgesamt haben schon über 150.000 Menschen eine Story mit diesem Filter gesehen. Das ist total unerwartet, denn in erster Linie wollte ich damit nur mir selbst die Erstellung von Stories etwas erleichtern.

Zum anderen habe ich mit den AR-Filtern auch eine neue Zielgruppe für mein Unternehmen gefunden. Ich hielt bereits einen Onlinekurs zum Thema Instagram-Filter, in dem sehr schöne Filter entstanden sind. Den Kurs werde ich noch öfters anbieten und ich habe auch noch andere Angebote über AR-Filter geplant.

Der Onlinekurs war vor allem für Selbständige interessant. Denn mit Instagram-Filtern können sie ihr Branding auf Stories, Reels und Lives anwenden. Die Zusammenarbeit mit dieser neuen Zielgruppe habe ich sehr schön und inspirierend gefunden. Bei meiner früheren Arbeit als Software-Entwicklerin war ich oft die einzige Frau im Team. Daher war es für mich ein tolles Erlebnis, einen extrem hohen Frauenanteil im Kurs zu haben.

Werbung für die Beta-Version des Online-Kurses Instagram-Filter gestalten
Den Onlinekurs für Instagram-Filter habe ich u.a. mit diesem Sujet beworben. Als Betaversion war der Kurs kostenlos.

AR-Filter sind eine perfekte Technik-Grafik-Kombi

Wenn ich auf meine Entwicklung zurückblicke, war da zuerst die Begeisterung für Grafik. Während meiner Schulzeit liebte ich Gestaltung und Design am Computer. Im Studium entdeckte ich dann die Software-Entwicklung für mich. Allerdings fokussierte ich mich auch hier auf Computergrafik. Das heißt, ich entwickle Software, bei der irgendetwas Visuelles entsteht.

Mit AR-Filtern kehrte ich wieder ein Stück weit in Richtung Grafik zurück. Denn ich entwickle nicht nur die Programme, sondern ich kümmere mich auch um die Gestaltung meiner Filter. AR-Filter spiegeln daher sehr gut meine Nische wider. Nicht nur weil es um Augmented Reality geht, sondern ganz allgemein meine Kombination zwischen Technik und Grafik.

Social Media Filter am Smartphone ansehen
Ich probiere einen neuen Instagram-Filter am Smartphone aus.

Mein Tipp für dich

Konnte ich dich für AR-Filter in Social Media begeistern? Dann probiere es einfach aus und erstelle deinen ersten Instagram-Filter. Am Anfang erscheint das Programm Spark AR vielleicht sehr kompliziert. Aber du musst nicht alle Features verwenden. Mit meiner Anleitung konzentrierst du dich einfach auf das Wesentliche und erstellst zunächst einen Filter mit 2D-Elementen.

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